Marihuana

Marihuana, umgangssprachlich auch als Gras bezeichnet, zählt neben Haschisch und Haschischöl zu den, unter anderem in Deutschland, illegalen Cannabisdrogen gemäß Betäubungsmittelgesetz. Gewonnen wird Marihuana aus den getrockneten harzhaltigen weiblichen Blütenständen und Blättern der Hanfpflanze. An den sogenannten Trichomen, den Blattoberflächen der Cannabis Blüten, bildet sich cannabinoidhaltiges Harz. Hauptbestandteil ist das Tetrahydrocannabinol (THC). Ebenfalls sind die Wirkstoffe Cannabidiol (CBD) und Cannabinol (CBN) in signifikantem Maß enthalten.

Inhaltsstoffe von Marihuana

Tetrahydrocannabinol, genauer Delta-9-Tetrahydrocannabinol beziehungsweise abgekürzt Delta-9-THC ist ein psychoaktiver Wirkstoff, welcher dem deutschen Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Psychoaktiv bedeutet, dass der Wirkstoff Psyche und Bewusstsein des Menschen beeinflusst. Die Wirkung reicht von positiv empfundenen Veränderungen wie Erregung, Entspannung oder positiver Stimmungsbeeinflussung bis hin zu Krampfanfällen und komatösen Zuständen, die stark gesundheitsgefährdend sind. Tetrahydrocannabinol bewirkt eine Veränderung insbesondere im zentralen und peripheren Nervensystem durch die Beeinflussung der Ausschüttung sogenannter Neurotransmitter.

Der Konsum von Marihuana kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Gebräuchlich ist das Rauchen von Marihuana pur oder vermischt mit Tabak, eingewickelt in normales Zigarettenpapier oder das als Jointpapier bekannte Long Paper. Für den besonderen Geschmack wird die Droge auch in sogenannten Blunts geraucht, Zigarrenhüllen, die durch besondere Geschmacksrichtungen den Genuss beeinflussen. Bongs, also Wasserpfeifen oder spezielle Kleinpfeifen sind ebenfalls häufig beim Konsum eingesetzt. Diese haben eine schneller einsetzende und intensivere Wirkung. Wird Marihuana Speisen beigemischt, entfaltet sich im Magen-Darm-Trakt die Wirkung zwar weniger schnell, dafür aber deutlich intensiver.

Verwendung von Marihuana

Gelegentlich wird bei den Begrifflichkeiten rund um das Marihuana etwas durcheinander gebracht. So wird beispielsweise von Marihuanapflanzen gesprochen. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Droge jedoch um einen Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze, wie bereits weiter oben beschrieben. Als Schwarzmarktprodukt ist Marihuana häufig teuer und zudem wird es durch die Beimengung verschiedener Streckstoffe, welche die Gewinnmarge steigern sollen, häufig verunreinigt. Einige Konsumenten sind daher dazu übergegangen, Hanfsamen selbst anzubauen. Über Internetshops sind auch spezielle feminisierte Hanfsamen, also rein weibliche Pflanzen erhältlich, die einen größeren Ertrag ermöglichen.