Feminisierte Hanfsamen

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Hanfpflanzen werden nicht nur als Faser- oder Drogenpflanzen verwendet, sondern auch als Heil- oder Ölpflanze. Im 13. Jahrhundert diente Hanf in erster Linie der Papierherstellung, kam aber später auch in der Schifffahrt zum Einsatz. Segeltücher aus Hanf waren wesentlich widerstandsfähiger und haltbarer als Segeltücher aus Baumwolle. Heute findet man Hanf unter anderem in Farben, in einigen Waschmitteln und Hanf findet auch immer noch in der Papierproduktion Verwendung. Wegen des hohen Fettgehaltes der Samen ist Hanf auch ein beliebtes Futtermittel für Vögel und Nager oder wird als Öl in Kosmetika benutzt.

In der Medizin wird Hanf vor allem in der Krebstherapie eingesetzt, wegen des in den Hanfpflanzen enthaltenem Stoff Tetrahydrocannabiol (THC), welcher die Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel, lindert.

Feminisierte Hanfsamen sind ertragreicher

Es gibt männliche und weibliche Hanfpflanzen. Der wesentlich geringere Gehalt von Tetrahydrcannabiol (THC) in den männlichen Pflanzen ist einer der Gründe, warum viele Züchter sich für den Einsatz von feminisierten Hanfsamen entscheiden. Feminisierte Hanfsamen bringen, außer der höheren Konzentration von THC, auch einen besseren Ernteertrag. Hanfsamen mit ausschließlich weiblichen X-Chromosomen erhält man durch die Behandlung der Pflanzen durch das Phytohormon Gibberellinsäure. Die damit behandelten Pflanzen bringen männliche Blüten hervor, die auch Doppel-X-Chromosomen enthalten. Durch die Bestäubung einer weiblichen Pflanze durch eine behandelte männliche Pflanze erhält der Züchter ausschließlich weibliche Samen, mit denen er dann weiter züchtet. Diese Samen nennt man feminisierte Hanfsamen.

Aufgrund der vielen Vorteile, die der Einsatz von feminisierten Hanfsamen bringt, gibt es mittlerweile viele verschiedene Sorten mit unterschiedlichem THC-Gehalt. Diese Pflanzen tragen wohlklingende Namen wie zum Beispiel “Kaja” mit einem THC-Gehalt von 8 %- 15 %, oder “Medusa”, die einen THC-Gehalt von 15 %- 20 % hat.

So lässt sich aus dem reichen Angebot an feminisierten Hanfsamen ganz individuell die Sorte auswählen, die für den jeweiligen Verwendungszweck perfekt ist.