Hanfsamen

Hanfsamen ist auf der gesamten Welt seit Jahrhunderten bekannt und gehört mit Sicherheit zu den seit Jahrzehnten unumstrittenen am Häufigsten kritisch diskutierten Samenarten. Der Hanfpflanze wird neben der heilenden Wirkung auch eine berauschende Wirkung zugeschrieben, weshalb sie in manchen Ländern als illegale Droge eingestuft wird. Die Hanfpflanze kann ich drei Kategorien untergliedert werden: Heilpflanze, Nutzpflanze und Drogenpflanze.

Hanfsamen für Nutzpflanzen

Der sogenannte Nutzhanf (auch Industriehanf genannt), der zu der Gattung Cannabis zählt, kennzeichnet sich in seiner Verwendung und seines Anbaus abseits des Rauschmittels und dient der rein kommerziellen Nutzung. Zu den gängigsten Nutzhanf-Sorten zählen neben Cannabis sativa auch Cannabis sativa var. Der Anbau von Nutzhanf dient vorrangig der Gewinnung von Hanffasern, aus denen Produkte wie Taschen oder Kleidung hergestellt wird. Weiterhin kann aus Nutzhanf Hanföl generiert werden, welches zur Herstellung von ätherischen Hanfölen genutzt wird. Aufgrund des hohen Protein- und Vitamingehaltes eignen sich die Hanföle zur Nahrungsergänzung. Aus diesem Grund werden diese Hanfsamen nicht nur zur Herstellung von Ölen für den Menschen, sondern auch zur Ergänzung der Vogelfutterherstellung verwendet. Der Grund für die Verwendung von Hanfsamen als Nutzhanf liegt in dem niedrigen Tetrahydrocannabinol (THC) Gehalt, der bei ca. 0,2 % THC liegt sowie dem hohen Faseranteil, der zwischen 30 und 40 % beträgt. Davon stehen den Hanfanbauern in der EU insgesamt 41 Hanfsorten zur Verfügung.

Hanfsamen für Heilpflanzen

Die Hanfsorte Indischer Hanf besitzt ein THC-Gehalt in Höhe von 0,6 bis 1,0 % THC und ist somit deutlich gehaltvoller als der Industriehanf. Anfang der 70´er Jahre stellten wissenschaftliche Studien in den USA fest, dass der Einsatz von THC haltigem Cannabis einige Nebenwirkungen wie Erbrechen, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Depressionen, bei Krebspatienten, die eine Chemotherapie machen, verringern. Weiterhin ergaben die Auswertungen der Studie, dass Hanfsamen gegen Grünen Star helfen. Somit wurde THC im September 1980 als klinisch verwendbares Medikament deklariert und erhielt als Heilmittel eine Vertriebserlaubnis in 27 Bundesstaaten der USA.

Hanfsamen als Drogenpflanze

Den weit verbreitetsten Ruf genießt Cannabis als Drogenpflanze, da die meisten Hanfsamen einen hohen THC-Gehalt aufweisen. Der kennzeichnenste Unterschied zwischen Nutzhanf und Drogenhanf liegt in der Hanfsamenart, die sich in zwei Kategorien aufteilt. Hierzu zählen zum Einen männliche Hanfsamen, die für den Anbau von Nutzhanf verwendet werden und weibliche, also feminisierte Hanfsamen, die für den Anbau von Drogenpflanzen eingesetzt werden. Aufgrund des hohen THC-Gehaltes haben sie eine psychogene Wirkung und versetzen den Körper in einen Rauschzustand.